Kategorie: Projekte auf Bali (Seite 2 von 2)

Hilfe für Bali direkt & unkompliziert

#1 Update Projekteinsatz 2017

Seit nun über zwei Wochen ist Daniel in Bali, auf der Insel der Götter, um zu helfen. Zusammen mit seiner Freundin Anna und Hendra & Ayu, unseren Local Supports, sind sie als Projektteam auf der Insel für Balipockets unterwegs. Was ist bisher passiert? Wer wurde von uns wie unterstützt? Wie geht es in den nächsten Wochen weiter?

 

In den ersten Tagen besuchte das Projektteam  die drei Schulen, die im Fokus des diesjährigen Einsatzes stehen: die SD Nurul Ikhlas in Negara, Westbali,  sowie die  beiden Grundschulen die Pejeng, die SD 1 und SD 3 Pejeng Kangin.  Vor Ort besichtigten Sie die Anlagen und vereinbarten gemeinsam, wie Balipockets den Schulen helfen kann. Verträge wurden aufgesetzt, lokale Firmen mit Bauvorhaben beauftragt und Schulmaterial bestellt. Wie uns Daniel berichtete, war der Empfang in den Schulen sehr herzlich, die Situation in den einzelnen Schulen sehr unterschiedlich. So wird der Schule in Westbali umfangreicher geholfen, als den beiden Schulen in Pejeng. Deshalb ist es so wichtig, dass Daniel für Balipockets vor Ort ist, wo er mit dem Projektteam die Situation in jeder einzelnen Schule mit den Verantwortlichen  immer kurzfristig und persönlich einschätzen kann.

Anna, Daniel und Ayu besprechen mit der Schulleitung die Bedarfe.

Was wird nun konkret umgesetzt? Daniel ist mit den diesjährigen Spendengeldern in Höhe von rund 10.000 € nach Bali geflogen. Von dem Geld werden hauptsächlich die oben genannten Schulen unterstützt, die  sich zuvor uns gewendet hatten. Dies wird nun getan:

SD 1 Pejeng Kangin (Ort: Pejeng) – vollständiger Umbau der alten Bibliothek zu einem Sanitätsraum inkl. Abstellraum für alte Möbel etc.

Betrag: 44.779.000 IDR (~ 2.850 €)

 

SD 3 Pejeng Kangin (Ort: Pejeng) – vollständige Sanierung des alten Lehrerzimmergebäudes (Dach- Wände, Fenster, Boden…) – so kann das aktuelle Notlehrerzimmer wieder als Klassenzimmer fungieren 😉

Betrag: 25.000.000 IDR (~ 1.590 €)

 

SD Nurul Ikhlas (Ort: Negara) – Tische, Stühle, Toilettenneubau, Toilettensanierung der vorhandenen Toilette, Bücherregale, vollständige Bodenerschließung inkl. Pflaster

Betrag: 64.500.000 IDR (~ 4.110 €)

 

Bauarbeiten an der SD Nurul Ikhlas.

Die Bauarbeiten in den Schulen sind bereits in vollem Gange. In der SD in Westbali werden fleißig Tische für die Kids gezimmert und das Pflaster wird befestigt.  Zum Glück ist es in Bali relativ unkompliziert so einen Umbau zu initiieren! Ein tägliches Update von den Maßnahmen findet Ihr auf unserem Instagram-Account. Schaut doch mal vorbei!

Am Dienstag war das Projektteam in Kungklung und hat die Schule besucht, in der Lea Töbel Freiwilligenarbeit geleistet hat. Sie hatte uns zuvor von Schülern berichtet, die dringend unterstützt werden müssen.  In Kungklung konnte Balipockets nun die Schulgebühren (umgerechnet 150 € und 130 €) für zwei Kinder übernehmen!

Ein Herzensanliegen von Daniel war es außerdem, den Menschen in Bali zu helfen, die aufgrund des bevorstehenden Vulkanausbruches ihre Häuser verlassen mussten. Dafür hatte er zuvor einen Spendenaufruf gestartet,  der sich explizit auf die Unterstützung der Vulkanopfer bezog. So konnte er vor Ort direkt & unkompliziert dank der vielen Spenden, Menschen mit Lebensmitteln versorgen.

Daniel vereinbarte eine Zusammenarbeit mit der “Bali Caring Community” (BCC)

Ebenfalls in dieser Woche hat sich unser Projektteam mit der “Bali Caring Community” getroffen.  Dieser lokale Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, zwischen armen Regionen auf der Insel und Vereinen & Institutionen wie uns zu vermitteln. Daniel hat mit den Verantwortlichen eine Zusammenarbeit zwischen Balipockets und ihnen vereinbart. Dies ist für uns ein großer und wichtiger Schritt!

Daniel und Anna leisten großartige Arbeit auf Bali! Bis Anfang November sind sie noch vor Ort. Bis dahin werden sie sich über den Verlauf der Bauarbeiten und die Ausstattung der Schulen informieren. So können wir als Balipockets e.V. dafür garantieren, dass 100% der Spendengelder vor Ort an der richtigen Stelle ankommen. In den nächsten Tagen steht das Scouting von Schulen und Schülern im Vordergrund, die wir im nächsten Jahr unterstützen werden!

Wir werden Euch weiterhin auf dem Laufenden halten! Informiert Euch über unsere Facebook & Instagram Seite! In Kürze werdet Ihr hier im Blog auch ein weiteres Zwischenfazit finden!

 

 

Sonnige Grüße vom gesamten Balipocketsteam!

 

 

Hey Miss Lea!

Deutsche unterstützt Schule in Zusammenarbeit mit Balipockets

Lea (20) verbrachte acht Wochen auf Bali und kann die kleine Insel nicht mehr vergessen. Im Sommer unterrichtete sie dort Englisch an Grund- und weiterführenden Schulen. Nach ihrer Zeit dort fasste sie, wie auch Daniel damals den Entschluss, etwas zurückgeben zu wollen. Mit der Unterstützung von Balipockets konnte sie einen Teil ihrer Schüler mit notwendigen Schulmaterialien ausstatten. Wir haben mit ihr über ihren Aufenthalt auf Bali und ihre Zusammenarbeit mit Balipockets gesprochen:

 

Lea übergab am Ende ihres Aufenthalts in Bali Schulmaterialien.

 

Hallo Lea, Du hast dich an Balipockets gewendet als Du bereits in Bali warst. Wir wissen noch gar nicht woher du eigentlich kommst?

Ich komme auf einem ganz kleinen Dorf namens Rayerschied im Hunsrück. Die meiste Zeit sage ich allerdings, dass ich aus der Nähe von Frankfurt komme, weil die Leute ansonsten gar keine Ahnung haben, wo ich eigentlich wohne.

Und was hat Dich aus Rayerschied im Hunsrück ausgerechnet nach Bali getrieben?

Ich habe mich schon vorher sehr für den Hinduismus interessiert. Auf Bali ist dieser ja weit verbreitet, sodass es mir möglich war, hier in eine völlig neue Kultur einzutauchen. Das hat mich besonders gereizt. Außerdem wurde mir von mehreren Leuten ständig vorgeschwärmt, was für eine schöne Insel Bali ist.

In Bali hast du im Rahmen eines Freiwilligenprojektes Englischunterricht an verschiedenen Schulen gegeben. Wo warst du genau eingesetzt?

Unter anderem war ich an an einer High School in Klungkung (SMA N.2 Semarapura), sowie einer Grundschule ebenfalls in Klungkung. In Ubud habe ich an zwei Grundschulen gearbeitet.

Wie muss man sich deinen Alltag in den Schulen vorstellen?

Mein Alltag war in den verschiedenen Schulen sehr abwechslungsreich. In Klungkung zum Beispiel habe ich jeden Morgen an einer High School unterrichtet, was mir unglaublich viel Spaß gemacht hat.  Vor allem, weil ich durch weg mit wirklich hilfsbereiten und lieben Menschen gearbeitet habe. Ich habe mich sofort gut aufgenommen gefühlt, wenn ich vormittags zusammen mit einer Lehrerin unterrichtet habe. Eine Zeit lang habe ich auch direkt nach der High School in einer Grundschule Kinder unterrichtet, was ich dann auch in Ubud getan habe. Insgesamt habe ich mich immer wohlgefühlt, weil mich jeder total herzlich empfangen und aufgenommen hat.

Gab es auch besondere Momente oder Situationen?

Ganz besonders ist mir in Erinnerung geblieben, wie viel Spaß ich mit den Grundschulkindern beim Spielen hatte. Egal ob Hang-Man, Seven Up oder Bingo, ich habe es jedes Mal genossen mit den Kids zu spielen und war richtig stolz, wenn sie zusammen mit mir etwas Neues gelernt haben. Ich werde vermutlich nie vergessen, wie die Kinder jedes Mal meinen Namen geschrien haben, wenn ich gekommen bin und wenn ich jetzt daran denke, muss ich immer noch jedes Mal lächeln.

In der High School ist mir vor allem in Erinnerung geblieben, wie viel Spaß wir alle beim gegenseitigen Vorstellen hatten (insbesondere bei der Frage ob ich einen Freund habe) und wie viel im Unterricht gelacht wurde. Ich habe mich jedes Mal unglaublich gefreut die Schüler zu treffen, die mir auch außerhalb des Unterrichts immer wieder: Hey Miss Lea! zugerufen haben, was mich schon ein wenig stolz gemacht hat. Aber ich denke nichts schlägt den Moment, wenn die Schüler sich bedankt haben, dass ich da bin und versuche ihnen zu helfen, weil ich den Gedanken mag, sie zu unterstützen und ihnen zu helfen.

Sicherlich gab es auch Probleme…

Manchmal war es wirklich gar nicht so einfach die Sprachbarriere zu überwinden. An manchen Tagen hatte ich leider das Gefühl, dass mich die Schüler kaum bis gar nicht verstanden haben, was dann wirklich ziemlich niederschmetternd ist. Aber mit der Zeit habe ich gelernt das hinzunehmen und andere Wege zu finden, den Kids Englisch näher zu bringen und bestmöglich zu erklären.

Ebenso habe ich das Gefühl gehabt, dass gute Schüler zu wenig gefördert werden, sowie auch Schwache nicht ausreichend unterstützt werden. Allerdings gibt es auch oft auch einfach einen Mangel an anständigem Material, was mir vor allem in den Grundschulen aufgefallen ist. Hier fehlen oft Bücher und wenn doch welche vorhanden sind, sind viele Fehler darin zu finden. .

Um etwas gegen die teils mangelhafte Ausstattung an den Schulen zu tun, hast du dich dann an Balipockets gewandt. Wie kam es dazu?

Als ich mir überlegt habe eine High School auf Bali zu unterstützen, wurde ich von einer ehemaligen Volontärin darauf hingewiesen, dass es bereits eine Organisation gibt, die sich in dieser Richtung engagiert. Daraufhin habe ich dann Balipockets kontaktiert und mir wurde sofort weitergeholfen.

Dank Balipockets habe eine Summe von 250 Euro gestellt bekommen, mit dem ich dann Schulsachen für 10 Schüler der 10 Klasse besorgt habe, wobei ich von Mitarbeitern der Schule tatkräftig unterstützt wurde. Jeder Schüler bekam einen Ranzen, ein Mäppchen, je 12 Hefte und eine Packung Stifte, worüber die Schüler sich sehr gefreut haben, da es hier oft schon an der Grundausstattung mangelt.

 

Rucksäcke für ihre Schüler

Du willst die Schule sicher auch weiterhin unterstützen?

Im weiteren Verlauf möchte ich versuchen weitere Spenden für die Schule zu sammeln, um die Schüler zu unterstützen. Hier runter fallen vor allem Dinge wie Schulmaterialien, aber in erster Linie auch das Schulgeld. Für viele der Schüler mit denen ich mich unterhalten habe, ist es schwer das nötige Schulgeld aufzutreiben, weshalb mein erstes Anliegen wird für die 10 betroffenen Schüler das Schuldgeld zu sammeln.

Die gesammelten Spenden werden an Balipockets gesendet, die schließlich dafür sorgen, dass diese auch ankommen, wofür auch Mitarbeiter vor Ort eingesetzt werden.

An dieser Stelle möchte ich nochmal allen Mitarbeitern und Mitgliedern von Balipockets danken, ohne die das alles gar nicht möglich wäre. Mein großer Dank gilt vor allem Daniel, der mich vom ersten Moment an zu 100% unterstützt hat und ohne den ich das wahrscheinlich nicht hinbekommen hätte!

Jetzt nach deinem Aufenthalt in Bali, wie geht es da für dich weiter?

Wenn ich heimkomme, werde ich erstmal eine Weile arbeiten, um mir weitere Reisen zu finanzieren, da ich plane das nächste Jahr so viel zu reisen wie es geht.

Danach bin ich mir noch gar nicht sicher, wohin mein Weg mich führt. Seit ich auf Bali war, spiele ich mit dem Gedanken, Lehramt zu studieren. Vielleicht verfolge ich auch meinen ursprünglichen Plan und gehe zur Polizei. Das wird sich dann in einem Jahr zeigen.

Wir wünschen dir auf jeden Fall viel Erfolg auf deinem weiteren Lebensweg. Gibt es noch etwas, was du uns mit auf den Weg geben möchtest?

Ich finde es unglaublich toll, dass es Menschen und Organisationen wie Balipockets gibt, die die Schulen und generell die jungen Menschen auf Bali unterstützen, damit diese die Chance haben sich bestmöglich zu bilden. In meiner Zeit hier habe ich auch auf unschöne Weise gelernt, wie unglaublich wichtig Bildung vor allem hier auf Bali ist. Ich bin sehr dankbar, dass mich Balipockets unterstützt, damit ich einen kleinen Teil dazu beitragen kann.

 

Vielen Dank, dass du die die Zeit genommen hast, deine Erfahrungen aus Bali mit uns zu teilen!

 

Übrigens… Daniel wird während seines Projekteinsatzes demnächst auch die Schule besuchen, in der Lea unterrichtet hat. Er möchte sich für uns ein Bild von der Situation vor Ort machen und dann zusammen mit der Schulleitung einen Plan erarbeiten, wie Balipockets der Schule helfen kann.

Nähere Infos dazu folgen hier in Kürze!

 

Projekteinsatz Bali 2017

Liebe Freunde und Unterstützer von Balipockets!

Demnächst beginnt für unser gesamtes Team die spannendste und emotionalste Zeit des Jahres, denn in wenigen Wochen startet unser Projekteinsatz 2017 auf Bali!

Vom 05.10.2017  wird unser Vorstandsvorsitzender Daniel bis zum 03.11.2017 auf Bali (Indonesien) drei Schulen unterstützen. Mit den im Projektjahr 2016/17 (August 2016 – September 2017) gesammelten Spendengeldern in Höhe von circa 10.000 € werden zuvor festgelegte Bedarfe in den Schulen erfüllt.

So werden z.B. in zwei Grundschulen die Toilettenanlagen saniert sowie mit Tafeln und Schulmaterial (z.B. Globen) ausgestattet. Des Weiteren soll eine Schule in West-Bali umfassend unterstützt werden.

Wir Ihr bereits wisst, haben wir im August unser Benefizkonzert in Worbis durchgeführt, das sich den Hilferuf der Schule aus Westbali zum Anlass nahm. Wie umfassend Balipockets die stark renovierungsbedürftige Schule unterstützen kann, wird erst vor Ort durch Daniel in Kooperation mit der Schulleitung eingeschätzt.

Außerdem sollen während des Projekteinsatzes Schulen gescoutet werden, die durch den Verein zukünftig Unterstützung erfahren könnten.

Also, bleibt gespannt! Wenn ihr möchtet, könnt Ihr den Verlauf der Projekteinsatzes mitverfolgen. Dazu wird Euch unser Team umfassend auf verschiedenen Kanälen informieren – das sind vor allem unser Auftritt in den sozialen Netzwerke, unsere  Website und ggf. auch die Presse.

 

Bis bald!

Eurer Balipockets-Team!

Nennt man das noch “Freiwilligenarbeit” ?

Hallo liebe Leser! Ich hatte ja bereits angekündigt, dass ich mich gern noch einmal intensiv mit dem Thema Freiwilligenarbeit auseinander setzen und meinen Eindruck schildern möchte. Wer von Euch plant, in naher oder ferner Zukunft ins Ausland zu gehen, dem Lege ich sehr ans Herz, die folgenden Zeilen zu lesen. Wie immer könnt Ihr mir bei Fragen gern private Nachrichten via Facebook oder per Mail schreiben. Sofern es die Zeit zulässt, stehe ich auch via Skype und Telefon beratend zur Seite. Und jetzt: Viel Spaß beim Lesen!

Sucht man “Freiwilligenarbeit” bei Google, dann bemerkt man schnell, dass der Markt riesig ist. Denn eins ist klar: Volunteering ist ein gut funktionierendes Geschäftsmodell. Agenturen laufen sich die Top-Suchergebnisse mit dauerhaften Anzeigen ab. Welches Angebot seriös ist, lässt sich auf Anhieb nicht erkennen. Die Preise und Pakete unterscheiden sich deutlich in ihren Formulierungen und Inhalten – aber was verbirgt sich dahinter? Bekomme ich Hilfe vor Ort? Was ist mit einem Visum? Bezahle ich die Flüge selbst, obwohl mein Programm schon mehrere tausend Euro kostet?

Unter Volunteering verstehen die meisten schlichtweg kostenlose Unterstützung ohne direkte Gegenleistung. Es ist üblich, für ehrenamtliche Helfer Bett & Mahlzeiten zu stellen. Soweit die Theorie. Ich hatte das Glück mit vielen Volunteers sprechen zu können, die bereits verschiedenste Programme absolviert haben. Hoffentlich könnt Ihr von meinen Erfahrungen profitieren.

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Freiwilligenarbeitsmodelle:

  1. gewinnorientierte Agenturen
  2. gemeinnützige Initiativen
  3. vollständige Eigeninitiative

Jedes Modell hat seine ganz eigenen Vor- und Nachteile. Je nachdem, wie viel man sich selbst zutraut, rutscht man einen Schritt weiter die Liste runter. Meinen Freiwilligendienst habe ich über eine gewinnorientierte Agentur abgewickelt, deren Namen ich hier nicht veröffentlichen darf. Für mich lagen die Vorteile klar auf der Hand: Ich zahle verhältnismäßig viel, bekomme dafür aber viel Hilfe. Soweit natürlich nur wieder die Theorie. Es war mein erster Auslandsaufenthalt dieser Art, deswegen dachte ich, es wäre gut, wenn ich vor Ort einen Ansprechpartner habe und auch in Deutschland jemanden, der mir bei der Planung unter die Arme greift.

Effektiv beschränkte sich der Support darauf, dass ich einen Platz im Volontärshaus, 3 Stunden Indonesisch-Unterricht und einen Ansprechpartner vor Ort hatte. Die Story mit dem Visum kennt Ihr bereits aus einem vorherigen Blogeintrag. Nur so viel: ein Visum hatte ich bis zu meiner Ankunft am Flughafen nicht. Für einen 4-stelligen Betrag hatte ich einfach mehr erwartet. Pauschal kann ich gewinnorientierte Agenturen nicht kritisieren und das möchte ich an dieser Stelle auch nicht. Aber ich kann Euch sagen, dass meine Erfahrungen miserabel sind und ich keine Empfehlung aussprechen kann. Der Gedanke, Gewinn aus Freiwilligenarbeit zu schlagen, ist zudem etwas fragwürdig. Oder?

Möglichkeit 2: Freiwilligenarbeit über gemeinnützige Initiativen. Da vom Finanzamt als gemeinnützig eingestufte Organisationen sich dazu verpflichten, keine eigenwirtschaftlichen Ziele zu verfolgen, seid Ihr schon mal auf der sicheren Seite. Ihr zahlt nur für das, was wirklich nötig ist. Niemand verdient an Eurem ehrenamtlichen Einsatz. Dafür müsst Ihr aber einiges selbst in die Hand nehmen. Bewusst. Denn vor Ort werdet Ihr noch oft genug ins kalte Wasser geschmissen und müsst jedesmal selbst ran. Mir persönlich macht es Spaß, Aufenthalte und Reisen zu planen. Aber nur soweit, dass ich beruhigt aufbrechen und dann alles auf mich zukommen lassen kann.

Wie erkenne ich gemeinnützige Initiativen? Ein Blick ins Impressum verrät meistens die Unternehmensform und enthält zusätzlich den Hinweis “Non-Profit-Organisation” oder “gemeinnützig”. Zusätzlich ist es immer von Vorteil, Erfahrungsberichte zu lesen und mit ehemaligen Programmteilnehmern zu sprechen, bevor man sich entscheidet.

Für alle, die gern jemanden an der Hand haben wollen, aber trotzdem in Eigeninitiative helfen möchten, denen lege ich diese Form der Freiwilligenarbeit ans Herz. Wir bieten zukünftig genau diese Form der Freiwilligenarbeit an. Momentan arbeiten wir aber noch an der Logistik. Der Prozess wird sich auch noch über einige Monate hinziehen. Denn wir wollen den Volunteers auch die Erfahrung möglich machen, die sie sich vorgestellt haben. Mit einer möglichst geringen Selbstbeteiligung.

Möglichkeit 3: Freiwilligenarbeit in Eigeninitiative. Der Name ist Programm. Empfehlenswert für alle, die schon Auslandserfahrungen gemacht haben. Ihr plant alles selbst und habt keine Absicherung. Diese Form ist vor allem in Thailand, Malaysia, Vietnam und anderen asiatischen Ländern bekannt. Schulen suchen mehr oder weniger aktiv nach Freiwilligen. Vor allem für den Englischunterricht. Im Gegenzug erhaltet Ihr eine Unterkunft und/oder Mahlzeiten. Diese Möglichkeit ist der Weg, um die intensivsten Erfahrungen zu machen. Leider gibt es immer wieder Fälle, in denen die Volunteers schamlos ausgenutzt wurden. Es gibt eben niemanden, der die Hand über Euren Aufenthalt hält. Deswegen empfehle ich Euch, einen Freund oder eine Freundin als Reisebegleiter einzupacken, solange er/sie auch begeistert von der Idee ist!

Ja, es gibt noch weiter Formen. Mischformen. Vermittler. Aber diese drei sind die bekanntesten Modelle und finden sich in allen Ländern der Welt wieder. Ich hoffe, Ihr konntet für Eure geplante Reise etwas mitnehmen. Bei Fragen stehe ich Euch gern zur Seite!

Wollt Ihr Eure Erfahrungen auf Bali mit der Welt teilen, habt aber keine Plattform dafür? Habt ihr vielleicht selbst sogar als Volunteer vor Ort geholfen? Ihr seid eingeladen, Eure Erfahrungen in einem Gastbeitrag auf diesem Blog niederzuschreiben. Schreibt mir einfach eine kurze Mail mit Infos über Eure Person und Euer Thema an: daniel@balipockets.org !

 

Liebe Grüße,

Daniel

Frohe Ostern!

Hallo liebe Unterstützer und Projektinteressierte,

das gesamte Balipockets-Team wünscht Euch von ganzem Herzen ein schönes Osterfest! Wir haben auch über die Feiertage alle Hände voll zu tun und arbeiten an unserem neuen Konzept. In diesem Blogeintrag möchte ich Euch zeigen, wohin es mit Balipockets gehen soll, was Ihr bisher  möglich gemacht habt und an welchen Themen wir gerade arbeiten.

Viele von Euch haben bestimmt schon einen Blick auf die neuen Teile der Website geworfen. Falls nicht, dann lasst Euren Blick einmal über die Seite schweifen. Seit dem 30.01.2016 ist viel passiert und wir haben  uns neue, ambitionierte Ziele gesteckt. Balipockets soll zukünftig den gesamten Bildungsweg abzeichnen. Von der Übernahme von Schulgebühren, über die Sanierung und Ausstattung von Schulen bis hin zur Vergabe von Stipendien für den akademischen Bildungsweg an den Universitäten “Udayana” und “Ganesha”. In der letzten Zeit haben wir vermehrt Anfragen von Projektinteressierten bekommen, die sich gern im Namen von Balipockets direkt vor Ort engagieren möchten. Dafür wird es zukünftig auch eine Plattform geben.

Wir erarbeiten umfangreiche Konzepte, um es Freiwilligen zu ermöglichen, Karriereberatung und Weiterbildung an Schulen anzubieten. Bali lebt von der Tourismusbranche. Viele Jugendliche wollen später in Hotels oder der Gastronomie arbeiten. Einige Kinder vermittelten uns im Gespräch, dass sie sich sogar gern selbstständig machen würden. Gern wollen wir diesen Traum für so viele Schüler wie möglich in Erfüllung gehen lassen.

Natürlich wird es noch viel, viel Zeit und Kraft kosten, alle  neuen Projekte in die Tat umzusetzen.  Wir brauchen Deine Unterstützung, um langfristig genau so weiterzumachen, wie wir begonnen haben. Balipockets wird momentan vollständig in der Freizeit des Teams realisiert. Neben unseren alltäglichen Verpflichtungen, Beruf, Universität,  eigenen Projekten und Herausforderungen, stecken wir so viel Zeit und Kraft es nur geht in das, was uns alle verbindet: Balipockets. Mit einem frei wählbaren Beitrag kannst Du uns den Rücken stärken und das Projekt dauerhaft unterstützen. Wir würden uns riesig freuen, wenn Du Mitglied im Balipockets e.V. wirst. Antrag online ausfüllen, Mitgliedsbeitrag wählen, bestätigen und fertig! Danke für Deine Unterstützung!

Ja, ich will helfen!

Die allerbesten  Grüße und einen besinnlichen Ostersonntag,

Daniel

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