Autor: Anna Hesse (Seite 1 von 3)

Local Volunteers – Wer sind unsere Freiwilligen auf Bali?

Jedes Jahr führen wir auf Bali Projekte im Bildungsbereich durch, getreu unserem Motto: We create opportunities – wir schaffen Chancen. Auch wenn unser Team in Deutschland wichtige administrative Aufgaben dabei übernimmt, so muss jedoch natürlich auch in Bali eine Menge getan werden, damit die Projekte vorbereitet, durchgeführt und evaluiert werden können. Dabei dürfen wir uns seit vielen Jahren auf unsere Ayu verlassen, die unsere Mitarbeiterin vor Ort ist. Doch Ayu kann nicht alles allein schaffen! Zum Glück wird sie seit einiger Zeit von ehrenamtlichen Helfern auf Bali unterstützt, die wir Euch heute gerne vorstellen möchten.

Wer sind die local volunteers ?

Ein wichtiger Bestandteil unseres Auslandsprojektmanagement ist das Scouting, also die Sichtung von Schulen, die Durchführung von Treffen mit den Schulkomittees, sowie auch das Ausfindigmachen von SchülerInnen, denen im Rahmen des Kidsprojects oder des Patenschaftsprojektes geholfen werden soll.

Für Ayu wäre es schlicht unmöglich, das Scouting auf Bali allein zu bewältigen. Auch konnten wir in den vergangen Jahren, aufgrund der Corona-Pandemie, keinen Volunteer aus Deutschland entsenden (was aber prinzipiell möglich wäre und wir weiterhin anstreben) und auch keinen Projekteinsatz durchführen, im Rahmen dessen sich ein Vorstandsmitglied auch in die Projektbetreuung vor Ort mit einbringt.

So hat sich Ayu seit 2020 verstärkt darum bemüht, Volunteers zu finden, die verschiedene Regionen der Insel anfahren können oder sogar von dort kommen. Nachdem sich einige Interessierte gemeldet hatten, hat sich Ayu mit ihnen getroffen, Gespräche geführt und dann letztlich mit den Abläufen (Scouting) vertraut gemacht.

Ayu mit Samsul und Ari

Wer ist nun aktuell als local volunteer für Balipockets im Einsatz? Das sind zum einen Ari und Samsul Anwar, zwei Studenten, die Teil einer Hochschulgruppe sind, die „Millennial Peduli Sesama“ heißt (übersetzt heißt das „Millennials, die sich umeinander kümmern“). Die beiden Männer studieren Sozialpolitische Studien an der Warmadewa University in Bali und sind im Vorstand der Hochschulgruppe. Das ehrenamtliche Engagement liegt ihnen sehr am Herzen. Die beiden führen seit Oktober 2020 Scoutings im Westen und Südosten der Insel durch.

Dann gibt es zwei weitere Männer, die an einer Schule tätig sind, der SDN 6 Gegelang (mit der wir auch 2021 ein Schulprojekt durchgeführt haben): Komang Degeng und Wayan Darsana. Sie scouten im Osten der Insel und das seit Dezember 2020. Seit März 2021 ist Putu Wana Putra auch als Volunteer für uns im Norden der Insel im Einsatz. Auch er ist an einer Schule, der SDN 3 Sepang Buleleng), tätig.

Aufgaben der local volunteers

Was konkret machen die volunteers? Sie sammeln Daten und Fotos von SchülerInnen anhand unseres dafür entwickelten Kriterienkataloges in verschiedenen Regionen der Insel. Zum 25. eines jeden Monats sammelt Ayu die Unterlagen dann ein. Selbstverständlich müssen sie nicht jeden Monat Daten liefern. Die Volunteers können, im Rahmen ihrer Möglichkeiten und zeitlichen Verfügbarkeit für Balipockets im Einsatz sein. Die Arbeit macht ihnen aber viel Freude. Vor allem die Studenten schätzen an ihrem Ehrenamt, dass sie in der Uni gelerntes in der Praxis anwenden können.

Schließlich werden die gesammelten Daten in die Datenbank von Laura, Lea oder Ayu eingetragen und anhand der Excel Formel ausgewertet. So bleibt das Verfahren halbwegs objektiv.

Auch bei der eigentlichen Durchführung des Kidsprojects, der Verteilung von Sachgegenständen, wird Ayu von den Volunteers tatkräftig unterstützt.

Ari und Samsul bei der Übergabe von Sachgegenständen – Project done

An dieser Stelle möchten wir uns nochmals ganz herzlich bei unseren local volunteers bedanken, ohne die wir unsere Projekte im vergangenen Jahr nicht hätten durchführen können. Terima kasih banyak !

Infos zum Kidsproject gibt es auch auf unserer Website oder laufend auf unserem Instagram-Kanal! Schaut gerne vorbei!

 

Bis bald,

euer Balipockets-Team (Deutschland).

Individuelle Hilfe für Schulkinder in Bali

Unser Kids-Project – Ein neues Balipockets-Format

Im Mai 2020 startete ein weiteres Balipockets-Projekt unter dem Namen „Kids Project“, das zusammen mit Ayu von unseren Teammitgliederinnen Lea und Laura-Sophie erarbeitet wurde. In diesem Beitrag möchten Euch das neue Format vorstellen! 

Das Projekt zielt darauf ab, Kinder einmalig mit Schulmaterialien zu unterstützen. Die Kinder erhalten so Stifte, Blöcke oder Ordner, ganz nach Ihren Bedürfnissen. Eine andere Form der Unterstützung kann aber auch Kleidung darstellen, wie z.B. Schuhe und Strümpfe, um den mitunter beschwerlichen Weg zur Schule jeden Tag absolvieren zu können.

Ähnlich wie bei anderen Projekten erfolgt die Verteilung von Materialien nach einem bestimmten Vorgehen.

© I Gusti Ayu Dewi Yanti

Unsere Mitarbeiterin Ayu fährt zuerst auf Bali von Ort zu Ort, sogar bis in den Dschungel, um die Wünsche der Kinder aufzunehmen und in eine Liste einzutragen. Hierbei dokumentiert sie zusätzlich anhand unserer entwickelten ,,Scouting Form‘‘, einer Check-Liste, wichtige Informationen zu den Kindern, beispielsweise den Beruf oder Beziehungsstand der Eltern, aber auch die Umstände, in denen die Kinder leben, also ob und wie viele Geschwister sie haben, in welcher Region sie wohnen, ob sie und ihre Familien Selbstversorger sind, schon Unterstützung vom Staat beziehen oder wie das Haus beschaffen ist. Jede Antwort auf diesen Fragen entspricht einer bestimmten Punktzahl.

Hier ein kleines Beispiel zum besseren Verständnis:

Eine Frage aus der Scouting Form lautet

‘‘Wie viele Mahlzeiten erhält das Kind am Tag?‘‘

Wenn es über drei Mahlzeiten bekäme, entspreche dies einen Punkt. Kann die Familie sich nur ein Essen für das Kind leisten, notieren wir die Höchstpunktzahl von vier.

Für die Auswertung, also das Umschreiben, Eintragen und Ausrechnen der Antworten in Punkte sind Laura-Sophie und Lea in Deutschland zuständig.

Anhand des Punktescores sortieren die Beiden dann auch die Schüler*innen so, dass zuerst die Kinder Materialien bekommen, die diese am meisten benötigen (=die Kinder mit der höchsten Punkteanzahl) und reichen die Informationen an Ayu weiter.

Ayu ist dann auch die Mitarbeiterin, die grob einen Geldbetrag errechnet, wie viel die individuellen Bedürfnisse der Kinder kosten.

© I Gusti Ayu Dewi Yanti

In der Planung des Projektformates haben wir zuvor einen Höchstbetrag von rund 100 Euro pro Durchführung festgelegt, mit dem wir verschieden Kids helfen können. Die Anzahl der Schüler*innen variiert dabei stetig. Ayu erhält das Geld, kauft die Materialien und überreicht sie anschließend selbst oder durch Hilfe der Volunteers den Familien. Die Mittel hierfür stammen aus unserem allgemeinen “Spendentopf”, aus dem auch die Schulprojekte und das Stipendien-Projekt finanziert werden.

Das Projekt steht noch in seinen Anfängen, soll aber in diesem Jahr richtig anlaufen. Jeweils zum  01.02., 01.04., 01.06., 01.08. und 01.10.2021 werden wieder Materialien an Kinder verteilt.  Dafür stehen Ayu, Laura-Sophie und Lea in ständigem Kontakt untereinander, aber auch zum gesamten Team.

Zur weiteren Unterstützung des Projekts war gegen Ende des Jahres 2020 eine Sachspendenaktion geplant, bei der Menschen aus dem Eichsfeld und Umgebung Schulmaterialien hätten abgeben können, die dann weiter nach Bali versandt werden sollten. Trotz erarbeitetem Hygienekonzept konnte dies, durch die verschärften Maßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie, nicht durchgeführt werden.

Wir hoffen, dass dies alsbald nachgeholt werden kann und wir noch weitere Kinder unterstützen können.

Unsere StipendiatInnen – Update aus Bali

Sri Wahyuni berichtet über ihr Studium und ihre Zukunftspläne

Seit 2018 unterstützen wir neben SchülerInnen und Schulen auch AbsolventInnen, die auf Bali ein Studium absolvieren möchten. Derzeit sind das drei Balipockets-StipendiatInnen, die wir Euch in der Vergangenheit bereits vorgestellt haben. Seither ist einige Zeit vergangen. Wie gestaltet sich ihr Studium? Wie bewältigen sie die Corona-Krise? Welche Pläne für die Zukunft haben sie? Genau das haben wir unsere StipendiatInnen gefragt. 

Nengah, Sri und Yogi  Anfang 2020 (v. l. n. r.)

Den Anfang macht Sri Wahyuni, die ihr Studium demnächst beenden wird! Hier könnt Ihr ihren Bericht lesen! Weiter unten findet Ihr auch eine deutsche Version des Textes, die Toni aus unserem Team für Euch übersetzt hat! 

My Awesome Daily Activities In University

Education is very important in this time. By going to school we can learn about many things. We can know what is right and wrong. And we can make our dreams come true. Although there are many benefits from going to school, many childrens cannot continue their education due to financial constraints. I am is the one of children who think if education is important to make my dream come true. And i am very lucky because I got a scholarship from Balipockets. I can continue my study in one of the famous universites in my country.

I am Ni Kadek Sri Wahyuni. I continue my study at Monarch Bali – Candidasa majoring food and beverage service certificate level III. In the first semester my college routine was enjoyable. I really enjoyed learning theory and practice at the first semester. My class started from 8 am until 13 pm and sometimes more if there is a practical schedule. I used to have class from monday until friday, which is one week to learned theory and one week to learned practice. And on saturday or sunday I joined the english extracurricular with more than 50 students in one room. And learning like that was not effective for me. Because of that i joined the english course that given by Balipockets every week, with hope that I could improve my english skills.

I participated in several social activities outside the campus, such as participating in “trash hero” organization, participating in DAMKAR activities, socializing about BASARNAS activities. In the first semester I got new experiences. One day the instructure believed in me being a lecture assistant in bringging learning materials to other student and reported it to Monarch management. And I got special moment to served several VIP guest that came to the university. I was the leader when the hotel management came to gave training recruitment socialization. In this semester I got the best student for the lady, That was amazing achievement for me. I really enjoyed this semester, I got over it.

But in second semester everythings changed. I had lot of problem it came one by one and made me stressed. This semester I was training in Sofitel Bali Nusa Dua. Started with me not being able to training at the hotel I wanted because I had been accepted at another hotel. Followed when the training was not accordinv to my expectation, I felt very tired that time. Then I had a problem with the cost life in Nusa Dua which is expensive for me and I had personal problem too. And the problem came again, I must stopped the training  because the covid-19 pandemic.

I have dream to change my economic and make my life better than now. I change my mind, I want to work abroad on the land also not only in cruice ship.  I hope balipockets can help me if one day there is a job vacancy in hotel industry specially for waitress on the land in German.

+++ DEUTSCHE VERSION +++

Bildung ist gerade sehr wichtig. Indem wir zur Schule gehen, lernen wir viele Dinge. Wir lernen richtig und falsch zu unterscheiden. Wir können unsere Träume verwirklichen. Obwohl es sehr vorteilhaft ist zur Schule zu gehen, können viele Kinder ihre Bildung aufgrund schlechter finanzieller Voraussetzungen nicht fortführen. Ich bin eines dieser Kinder und ich denke, dass Bildung sehr wichtig ist, um meinen Traum wahr werden lassen zu können. Und ich habe Glück, denn ich habe ein Stipendium von Balipockets bekommen und konnte ein Studium an einer der berühmtesten Universitäten in meinem Land aufnehmen.

Ich bin Ni Kadel Sri Wahyuni. Ich konnte meinen Bildungsweg an der Monach Bali – Candidisa fortsetzen und studiere dort Nahrungs- und Getränkewirtschaft. Gerade mache ich meinen Abschluss in Level 3. Im ersten Semester hat mir das College-Leben wirklich Spaß gemacht. Das Lernen von Theorie und Praxis gefiel mir sehr gut. Meine Unterrichtseinheiten gingen etwa von 8 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags und manchmal ein wenig länger wenn ich ein Praxismodul hatte. Normalerweise hatte ich die Module Montags bis Freitags, immer abwechselnd eine Woche Theorie und eine Woche Praxis. Am Samstag oder Sonntag besuchte ich eine Zusatz-Englischklasse mit mehr als 50 Studierenden in einem Raum. Dabei konnte ich nicht so effektiv lernen. Deswegen mag ich die Nachhilfe-Englischkurse, die von Balipockets durchgeführt werden, weil ich hoffe, so mein Englisch verbessern zu können.

Ich habe an zahlreichen sozialen Aktivitäten außerhalb vom Campus teilgenommen. So habe ich zum Beispiel bei der “Trash Hero” Organisation mitgemacht, aber auch bei DAMKAR oder BASARNAS Aktivitäten. Im ersten Semester habe ich viele neue Erfahrungen machen dürfen. Zum Beispiel hat ein Dozent mich als Assistentin für die Vorlesungen beim Management der Uni vorgeschlagen. Und ich durfte einige VIP-Gäste bedienen, die unsere Universität besuchten. In diesem Semester habe ich einen Preis als die beste Studentin bekommen, dass war eine tolle Leistung und Erfahrung für mich. Ich hab das Semester wirklich gemocht.

Im zweiten Semester kam alles anders. Ich hatte eine Menge Probleme, die alle nacheinander kamen und mir das Leben ein bisschen schwer gemacht haben. Auf der einen Seite hatte ich meinen praktischen Teil des Studiums im Sofitel Bali Nusa Dua. Das war eigentlich nicht das Hotel, in das ich wollte. Abgesehen davon war das Praktikum nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte, ich war oft sehr müde. Die Lebenshaltungskosten in Nusa Dua waren sehr hoch und dann kamen auch noch persönliche Probleme dazu. Außerdem musste ich das Praktikum schließlich wegen der Covid-19 Pandemie beenden.

Mein Traum jetzt ist es, meine wirtschaftliche Situation zu ändern und mein Leben zu verbessern. Einige Dinge haben sich in meinen Zukunftsvorstellungen geändert – ich möchte auswärts auf dem Land arbeiten, nicht nur auf einem Kreuzfahrtschiff. Ich hoffe, Balipockets kann mir eines Tages helfen einen Job in der Hotelindustrie zu vermitteln, sodass ich vielleicht einmal als Kellnerin in Deutschland arbeiten kann.

 

Ihr möchtet uns und die StipendiatInnen unterstützen? Dann schaut einfach auf unsere Website vorbei oder sprecht uns an!

Herzliche Grüße,

euer Balipockets-Team!

Lernmaterial für 230 GrundschülerInnen in Bali

Zweites Schulprojekt im September 2020 abgeschlossen

Was ist in diesem Jahr 2020 schon normal? Auch bei Balipockets liefen viele Dinge anders als geplant. Deshalb freuen freuen wir uns sehr darüber, dass wir planmäßig auch unser zweites Schulprojekt in diesem Jahr realisieren konnten.  Die Mittel dafür waren im Frühjahr und Sommer gesammelt worden und setzen sich aus Spendengeldern von UnterstützerInnen aus dem Eichsfeld zusammen. Dazu gehören auch die Einnahmen vom Autobenefizkonzert im August in Leinefelde.

Die Schule haben wir 2019 im Rahmen des Projekteinsatzes gescoutet. (Daniel mit Schülerinnen. Bali 2019)

Die Schule hatten wir 2019 im Rahmen des Projekteinsatzes gescoutet. (Daniel mit Schülerinnen. Bali 2019)

Konkret geholfen wurde einer Grundschule in Bali, der SDN 2 Pegayaman, die 230 Mädchen und Jungen besuchen. Sie befindet sich im Norden der Insel, in einer abgelegenen, bergigen Gegend. Im Laufe des Septembers konnten Anschaffungen in Höhe von umgerechnet 1.800 € getätigt werden konnten, die allen 230 SchülerInnen zugutekommen werden. Dazu zählen ein Schulcomputer, eine Tonanlage für Gebete und Appelle und Unterrichtsmaterial. Der umfassendste Posten nahm aber die Anschaffung von Lernutensilien, wie Stifte und Hefte, ein: so erhielt jedes der 230 Kinder ein Set mit Materialien, die die SchülerInnen zum Lernen verwenden können.

Übergabe der Materialien. (Bali 2020)

Dass wir uns für diese Art der Unterstützung entschieden haben, hatte verschiedene Gründe. Zunächst sind viele Familien der dortigen SchülerInnen von Armut betroffen, auch aufgrund der Corona-Krise. So fehlt oft das Geld für Materialien wie Stifte und Hefte. Dann lernen die Kinder, ebenso wie in Deutschland, aktuell im sogenannten „home office“. Deshalb haben wir uns in enger Rücksprache mit Ayu dafür entschieden, die SchülerInnen mit Materialien auszustatten, sodass alle auch gut von zu Hause aus Aufgaben erledigen können.

 

Darüber hinaus spielte auch eine Rolle, dass die Schule nach einer Wartezeit von über einem Jahr nun auch von der lokalen Regierung Hilfe bekommt, sodass aktuell ebenfalls eine sichere Lernatmosphäre für die SchülerInnen geschaffen wird. Auch deshalb haben wir uns für eine Unterstützung in Form von Schulmaterial entschlossen, da sich der Bedarf der Schule geändert hatte.  Die Schule hatten wir im Rahmen des Projekteinsatzes 2019 evaluiert.

Die Bauarbeiten laufen!

Das Schulprojekt ist damit abgeschlossen. Wir freuen uns, dass der Schule umfassend geholfen werden konnte.

Neue Projekte folgen im nächsten Jahr, insofern uns Mittel zur Verfügung stehen!

Bis bald,

euer Balipockets-Team!

Unser Autobenefizkonzert im Eichsfeld

Ein Open-Air Konzert im Eichsfeld – Trotz oder wegen Corona haben wir das letzten Sonntag mit Euch möglich machen können!

©️ D. Fürstenberg

Wir sind unglaublich stolz und auch ein wenig erleichtert, dass unser erstes Autokonzert in Leinefelde eine so schöne Veranstaltung war.  In den 65 Autos, die auf dem Parkplatz des Edeka Simons in Leinefelde Platz gefunden hatten, verfolgten circa 180 ZuhörerInnen über ihre Autoradios und eine LED-Wall das Konzert.

©️ Maurice Danner.

So viel gab es im Vorfeld zu beachten: Wie können die Hygiene- und Abstandsregelungen eingehalten werden? Würde Stimmung aufkommen? Spielt das Wetter mit? – Es lief alles sehr, sehr gut. 🙂

 

©️ Maurice Danner.

Robius, Vision, Hello Grand und Veit Walter sorgten mit ihrer Musik dabei für großartige Stimmung! Dank ihres Engagements konnten mit dem Konzert ein Erlös von ca. 2.500 € erzielt werden, der für unsere Projekte auf Bali zu Gute kommen wird!

Die Band Veit Walter sorgte für Stimmung. Foto : ©️ Maurice Danner.

Ohne die Unterstützung der Kreissparkasse Eichsfeld, des Edeka Simon, von Herfag Expert hätten wir die Veranstaltung niemals durchführen können. Doch was wären wir ohne unsere Vereinsmitglieder, auf die wir auch schon letzten Sonntag und in der Phase der Vorbereitung des Konzertes zählen konnten!

©️ Maurice Danner.

Weitere Bilder findet Ihr auf Instagram und im Aftermovie Ende der Woche!

Wie hat Euch das Konzert gefallen?

Wir freuen uns auf euer Feedback, denn leider konnten wir ja nicht mit Euch ins Gespräch kommen!

Euer Balipockets-Team!

 

Bali in der Corona-Krise

Seit einigen Monaten ist nichts mehr so, wie es war.  Auch wenn Grenzen geschlossen sind und wir uns alle gerade zurück in heimatliche Gefilde gezogen haben, verlieren wir den Blick und Draht nach Bali nicht. Zum Glück haben wir unsere liebe Ayu vor Ort, die wir Anfang letzten Jahres als Mitarbeiterin eingestellt hatten.

Für uns und für Euch hat sie die aktuelle Lage in Bali in einem Bericht zusammengefasst. Wir haben uns dazu entschlossen, ihren Bericht weder zu kürzen, noch zu übersetzen. Stattdessen könnt Ihr euch Ayus Sichtweise (auf Englisch) hier durchlesen. 

Ayu in ihrem Homeoffice in Bali. ©️ Balipockets. e.V.

Ayu in ihrem Homeoffice in Bali. ©️ Balipockets. e.V.

Nichtsdestotrotz hier ihre wichtigsten Punkte: 

  •  Bali ist wirtschaftlich schwer getroffen, denn der Tourismus als wichtigster Wirtschaftszweig ist vollkommen zum Erliegen gekommen. Viele Menschen sind nur arbeitslos.
  • Auch in Bali sind die Schulen geschlossen. Homeschooling wird zwar durchgeführt, doch nicht alle SchülerInnen verfügen über die notwendige technische Ausstattung und Wissen, um am Unterricht teilzunehmen. Das verschärft nur noch mehr bestehende Ungerechtigkeiten.
  • Deshalb führt Ayu z.B. Online-Workshops bzw. Anrufe durch, um SchülerInnen in Englisch und in Medienkunde zu unterrichten.

Wie geht’s Bali? Ein vor-Ort-Bericht von Ayu

Covid19 is probably the worst thing that ever happened to Bali’s tourism businesses in history. The damage caused by this pandemic is way more terrible than other tragedies such as the Bali bombings and the eruption of Mt. Agung. When Bali experienced the bombing tragedies in 2002 and 2005, the hotel occupancy rates plunged down to 20 percent, while during the eruption of Mt. Agung the occupancy rates of all accommodations in South Bali were still at 60 percent – because the red (dangerous) zone was only 12 kilometres around the crater. But these days, the hotel occupancy rates are even lower than 10 percent, which resulted in more than a million people working in tourism sectors losing their job. Since April, almost 96 percent of hotels (in Bali) are closed, because there are no more tourist visits. The number will continue to increase to 100 percent, because existing tourists will need to go back to their home countries. 

Bali Provincial Human Resources Department is collecting data of the affected workers across the island. So far, there are about 17000 workers who have been dismissed, as a result of the temporary shutdown for hospitality business in Bali (hotels, restaurants, travels and tourist attractions). At the moment, almost all hotels and restaurants in Bali are temporarily closed, some hotels are still operating, but with occupancy rates below 10 percent. Meanwhile, restaurants that are still operating have shortened their opening hours and only provide delivery and take-away service.

                   The number of positive cases of the Coronavirus (Covid-19) in Bali continues to increase. Until Monday (05/11/2020) morning, the number of positive patients infected with the virus reached 311 people. Most travelers have left Bali – Indonesia has banned all foreign arrivals until further notice, all citizens and visitors are asked to stay at home, work from home and follow the guidelines of “SOCIAL DISTANCING”. Food shopping and other important necessities are still possible (not a lockdown). Major events have been cancelled and the governor has instructed the Balinese to stay away from mass events (religions and non-religious), all tourist attractions and sites have been asked to close temporarily, including the beaches. The local  authorities are checking every person who passes through the village. Not only make sure everyone wears a face mask, but some also do a quick-test on body temperature. Otherwise the situation is mostly calm and controlled. But this is a very sad situation because there are millions of people who are unemployed now who have families – they all have to suffer now.

So sieht es normalerweise in Balis Schulen aus. Aktuell müssen auch dort die Bänke leer bleiben. ©️ Balipockets. e.V.

Like elsewhere in the world, schools are closed and unlikely to open again until June. As schools have physically shut their doors, most are continuing with online studies, with schools making use of technology such as Zoom meetings and online examinations (but not all schools can do it). Many of the children are now in need of phones, as they cannot go to internet cafes to get their lessons. They need to find other children who share their phones for online learning. School closures of course have an impact on our work, as everything we do revolves around helping children to access education.

The problems start by the limited face-to-face between educators and students, the lack of technological knowledge of some teachers who are still unsure of operating computers and Android phones, when students have sent in videos or online-based questions. Parents have to assist their children now to answer questions or learn online – that results in some children learning less, because parents of students are also busy otherwise. Some parents also don’t have the technological requirements at home to access online-based technology provided by teachers from schools. Moreover, the teachers who have no knowledge of technology at all. But on the contrary, this Coronavirus teaches all parties to learn about online learning systems together, teaches students the meaning of an independent learning and is raising the awareness of parents for the importance of education for their children.

                   Actually, education in Bali during the Covid-19 pandemic has been well organized. But it did not run optimally due to the lack of students’ knowledge about technology and not the lack of cell phones, so not all students are able to do online learning. Moreover it’s harder for students who live in remote areas with limited internet networks and parents who are unable to work or even though they can work only get a very low income. In addition, some teachers and parents have no knowledge about technology or teaching online.

Because of that, I try hard and spend a lot of my time doing a workshop on technology and giving free English lessons to give them the knowledge for these topics. And most students were happy with the workshop although some students did not like it due to constraints on internet data.

 

Gemäß unserem Leitbild der Bildungsförderung für alle Kinder und Jugendliche in Bali arbeiten wir gerade gemeinsam mit Ayu daran, Lösungen für die Probleme beim Homeschooling zu entwickeln. Wir denken dabei an die Anschaffung einfacher Smartphones und Ausstattung mit mobilen Daten. Über allem steht aber auch die zunehmen Verarmung der Familien, die sich auch mittelbar auf die Kinder auswirkt.

Es gibt viel zu tun! Dabei zählen wir wie so oft auf eure Unterstützung!

Weitere Informationen zu laufenden Projekten gibt es bei Facebook und Instagram!

 

Liebe Grüße,

euer Balipockets-Team.

Projekteinsatz 2019 erfolgreich abgeschlossen

Wir haben es schon (fast) geschafft für 2019: der nun schon vierte Projekteinsatz in Bali ist abgeschlossen. Das Projektjahr 2019 lassen wir mit dem Benefizkonzert Anfang November musikalisch ausklingen, bevor wir auf der Jahreshauptversammlung mit unseren MitstreiterInnen Bilanz ziehen wollen. Eine kurze Zusammenfassung zum Projekteinsatz auf Bali möchten wir Euch aber schon jetzt geben.

Ayu und Daniel. ©️ Balipockets e.V.

Unser Gründer Daniel Gottstein war vom 02.–17.10. für uns wieder im Einsatz. Vor Ort arbeitete er zusammen mit unserer Mitarbeiterin Ayu unsere diesjährige To-Do-Liste ab. Darunter war ein Treffen mit unseren drei StipendiatInnen, die von ihren Studienerfahrungen berichtet haben. Balipockets unterstützt sie in ihrer Ausbildung durch eine monatliche finanzielle Beihilfe. Auch übernehmen wir die Studiengebühren. Daneben haben Daniel und Ayu sieben weitere Schulen auf Bali besucht und bewertet. So konnten in diesem Jahr insgesamt fast 50 Schulen evaluiert werden.

In der “Niti Mandala Club”

Ein weiterer wichtiger Termin für Ayu und Daniel war der Besuch der Inklusionsschule „Niti Mandala Club“. Die Unterstützung dieser Schule war das zweite große Projekt in diesem Jahr, welches im Herbst abgeschlossen werden konnte. So wurde die Schule in Höhe von 2.500 € verschieden unterstützt: sie wurde mit Schulmaterial und 50 speziellen Stühlen ausgestattet. Ebenfalls wurde die Miete für Schulgebäude von uns übernommen. Es handelt sich um eine private Schule, die vor allem von Kindern mit geistigen Einschränkungen besucht wird. Der Unterricht ist vollständig spendenfinanziert und wird ehrenamtlich durchgeführt. Deshalb ist diese Schule besonders auf Hilfe angewiesen. Viele Schüler brauchen dort gezielte Unterstützung und haben sehr harte Schicksalsschläge erlitten.

In der Nachbesprechung des Projekteinsatzes haben wir im Team deshalb beschlossen, die Möglichkeit zu schaffen, einzelnen SchülerInnen zu helfen. Wer Interesse hat zu helfen kann sich via info@balipockets.org beim Verein melden.  Mehr Informationen zu unserer Vereinsarbeit, zu den Projekten und vor allem zur „Niti Mandala Club“ wird es auf dem Benefizkonzert in Worbis am 2. November von uns geben.

Aktuelle Infos gibt es laufend auf unseren Facebook und Instagram-Accounts.

 

Wir sehen uns in Worbis!

Unsere Stipendiatin Sri Wahyuni im Interview

 

In der letzten Woche haben wir Euch unseren allerersten Stipendiaten Nengah vorgestellt.

Nun geht es mit Sri Wahyuni weiter, die in diesem Jahr ein Stipendium von uns erhalten hat. Was sie demnächst in Bali studieren wird, erfahrt Ihr im Interview!

 

 

 

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For English version see below. 

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Was studierst du und wo?

Ich werde Gastronomie-Management studieren. Dort lerne ich, wie man Gäste richtig bedient, die Essen bestellen möchten und wie ich Essen richtig anreiche. Das alles lerne ich an der Universität “Campus Monarch Bali Candidasa”.

Wie sieht ein normaler Tag in deinem Leben aus?

Ich wache um 6 Uhr auf und wasche mein Gesicht, danach räume ich mein Schlafzimmer und unsere Wohnung auf. Ich fege den Hof und helfe meiner Mutter beim Kochen. Dann nehme ich ein Bad, weil man gewaschen sein muss, bevor man betet oder Gaben herumreicht. Meine Gabe ist “Banen Saiban”. Saiban wird jeden Tag nach dem Kochen oder vor dem Essen angereicht. Es besteht aus einem Bisschen Reis und anderen Zutaten und wird auf einem kleinen Stück Banane angerichtet. Das nehme ich dann mit zum Haustempel oder anderen Zimmern im Haus. Danach frühstücke ich und helfe meiner Mutter beim Flechten von Bambuskörben. An einem Tag schaffe ich so in etwa 10 – 15 davon. Sie kosten 1.500 Rupiah pro Stück. Das dauert ungefähr bis um 15 Uhr. Zum Beten mache ich mich wieder frisch und danach gibt es Abendbrot. Abends lese ich Bücher oder bin an meinem Handy, weil wir keinen Fernseher besitzen. Um 21 Uhr gehe ich dann ins Bett.

Momentan habe ich noch Ferien, weil die Vorlesungen noch nicht angefangen haben. Die starten erst Mitte Juli.

Warum hast du dich für das Stipendium beworben?

Ich träume davon, auf einem Kreuzfahrtschiff zu arbeiten, aber dafür muss ich studieren. Heutzutage misst man die Fähigkeiten am Schulabschluss, aber ich wurde leider in eine arme Familie geboren. Sie kann mir ein Studium an der Universität nicht finanzieren. Deswegen habe ich mich für das Stipendium bei Balipockets beworben. Es ist der erste Schritt, der mich meinem Traum näher bringt.

Wie hilft dir das Stipendium?

Das Stipendium hilft mir, an der Universität studieren zu können, an der ich gern sein möchte.

Was sind deine Hobbies, bzw. was machst du abgesehen vom Studium?

Ich lese unglaublich gerne. Vor allem Romane. Ich höre auch gerne Musik, vor allem englische Songs, weil ich so am besten Englisch lerne.

Arbeitest du, um deine Familie zu unterstützen?

Ja. Ich mache Bambuskörber und habe einen Onlineshop mit einem Bestellsystem. Wenn jemand dort bestellt, bekommt er oder sie den Korb eine Woche später. Damit komme ich ganz gut zurecht und brauche meine Eltern nicht nach Geld zu fragen. Wenn ich mehr verdiene, gebe ich das Geld meiner Mutter.

Was ist dein liebstes/ungeliebtestes Schulfach?

Meine Lieblingsfächer in der Senior High School waren Indonesisch, Englisch und praktisch angelegtere Fächer wie Rezeption, Hauswirtschaft und Wäsche. Mathematik mochte ich nicht so gern.

Wie viele Stunden verbringst du in der Uni?

An der Uni mache ich ein Einjahresprogramm. Von Montag und Freitag habe ich dann Vorlesungen. Der erste Teil geht immer von 8 bis 13 Uhr und der zweite von 14 bis 19 Uhr.

Was wäre dein Traumjob?

Mein genereller Traum ist es, erfolgreich zu sein und auf einem Kreuzfahrtschiff zu arbeiten. Wenn ich dann wieder nach Bali komme, kann ich dort meine Karriere fortführen und Unternehmerin werden. Am liebsten CEO einer großen, berühmten Firma.

Was macht deine Familie?

Mein Vater ist Bauarbeiter. Er kann nur arbeiten, wenn es gerade ein Projekt gibt. Meine Mutter arbeitet auf dem traditionellen Markt bei uns. Sie geht früh am Morgen um 1 Uhr arbeiten und kommt um 9 Uhr zurück. In der restlichen Zeit macht sie Bambuskörbe.

Welchen Tipp würdest du einem/einer jüngeren Schüler/-in geben?

Gib niemals auf! Versuche es immer wieder! Nutze deine Zeit so gut wie möglich und verschwende sie nicht mit unwichtigen Dingen. Und verpasse nicht die Möglichkeiten, die dir gegeben werden – du weißt nie, wann die Nächste kommt. Habe keine Angst Fehler zu machen, sondern lerne aus deinen Fehlern und mache sie nicht noch einmal.

 

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ENGLISH VERSION:

 

What are you studying and where?

I will study in food and beverage service, so I can learn how to serve guests who want to order food and I can serve food properly and correctly. I learn all of it on the Campus Monarch Bali Candidasa.

How does a normal day in your life look like?

I wake up at 6 am and I wash my face, tidy up my bedroom and my house. I sweep in my house yard, then I help my mother to cook in the kitchen. After that  I take a  bath because you must take a bath before starting to pray or do offering. I offer “Banten Saiban”. Saiban is an offering that is offered everyday after cooking or before eating. It consists of a pinch of rice with other food on a small piece of banana. I take it to my house temple and the places around my house. Then I have  breakfast and start to help   my mother to make  baskets from bamboo. In one day i can make around 10-15pcs. The price is Rp.1.500/pcs. I make that baskets until 3 pm. Again I take a bath  because I need to pray, then I  have dinner. At night i read some books or take my phone because i don’t have television. At 9 pm I go to sleep and wake up  at 6 am again.

I am still on my holiday now because i have graduated from Senior High School. I didn’t  start my  lecture yet because the lecture will begin in the third week of July, exactly on July 15, 2019.

Why did you apply for the scholarship?

Because I had the dream to be a successful person in the fields of hospitality and cruise line, so to make it happens I want to continue my study. At this time someone’s quality is seen by the level of their education, but sadly I was born in a poor family so they cannot give me a finance to continue my study at University. Therefore I applied for a scholarship of Balipockets to help me to continue my education because it is one step in making my dream come true.

How does the scholarship help you?

Balipockets really helped me with the scholarship they gave to me . I could continue my study at the university of my choice.

What are your hobbies/ what are you doing beside University?

My hobby is reading. I really like reading novels. I like  listening a music especially for English songs, because this is the way i learn English.

Are you working to raise some money for your family?

Yes, I am. I make baskets from bamboo and  i have an online shop with a pre order system, where someone orders first, and then the item arrives  1 week later. With this activity I can fulfill my needs, so I don’t need to ask my parents for much money  for buying something. And  if i have more i give it to my mother.

What is your favorite /worst subject?

When i was in  Senior High School , my favorite subjects were Indonesian language, English, practical subjects like front office, housekeeping, laundry and my worst subject was mathematics.

How many hours do you spend at University?

In university I will take a 1-year program. Lectures are only Monday to Friday. The morning shift is from  8 am – 1 pm  and the afternoon shift is from 2 pm – 7 pm.

What would be your dream-job?

My dream is to be a successful  person who can work abroad on a cruise ship. When returning to Bali I can continue my career to become an entrepreneur,  and then become a CEO of a large and famous company.

What is your family doing?

My father is a construction worker, he only works if there is a project. My mother is a laborer in the traditional market. She went to the Market at 1 am in the morning and then back home at 9 a.m. After coming home from the market she makes  baskets from bamboo.

What advice would you give for a younger high school student?

Never give up, keep trying, use your time as well as possible and don’t waste your valuable time on things that are not important. And don’t miss the first opportunity that is given to you, because we never know what happens on the second opportunity. And never be afraid to fail, because from these failures we can learn to not make the same mistakes.

 

 

Startschuss für neues Projekt

Wir freuen uns, dass unser erstes Schulprojekt im Jahr 2019 nun gestartet ist!  Gerade wird für 75 Grundschulkinder eine sichere Lernatmosphäre geschaffen. 

Foto: Ayu (Balipockets e.V.)

Wir unterstützen die SDN 3 Sepang, eine Grunschule im Norden Balis. Diese wird nun umfassend saniert: Schultische und ‐bänke werden angeschafft, sanitäre Anlagen installiert und weitere notwendige bauliche Maßnahmen werden durchgeführt. So werden gerade die genannten Möbel eigens für die Schule geschreinert. Auch sind die Handwerker gerade dabei, die Toilettenanlagen zu erneuern.

Foto: Ayu (Balipockets e.V.)

Die Schule wird von uns mit insgesamt ca. 2.600 € unterstützt. Ausgesucht wurde das Projekt nun nach einem neu entwickelten Prüfverfahren. Wir haben eine Datenbank und einen Auswahlmechanismus entwickelt, welcher ein gerechtes, transparentes und praktikables Verfahren darstellt, um die Schulen auszuwählen, die mit Hilfe der Spendengelder unterstützt werden sollen. Hier könnt Ihr mehr über die Balipockets-Schulstatusdatenbank (SSDB) erfahren. Kurz gesagt hat Ayu, unsere Projektmitarbeiterin vor Ort, die Schule als eine von vielen besucht und die Situation dort dokumentiert. Raphael aus unserem Team hat die Ergebnisse in unserer Datenbank erfasst. Anfang Juli haben wir dann die Schule mit dem “höchsten Score” gesichtet. Das war dann diese Grundschule. Anschließend wurde die Schulleitung darum gebeten, kurz zu schildern, wie die Schule mit den neuen Materialien und der Infrastruktur umgehen würde. Als dies dann auch erledigt war, haben wir das Projekt bewilligt und die Maßnahmen in die Wege geleitet.

Grafik: A. Hesse (Balipockets e.V.)

Ayu wird die Arbeiten an der Schule weiter verfolgen und dokumentieren. Im Rahmen unseres diesjährigen Projekteinsatzes, der im Oktober stattfinden wird, soll die Schule erneut evaluiert werden.

Weitere Bilder gibt es auch auf Instagram.

 

Bis bald,

euer Balipockets-Team!

 

Schule auf Bali

Oft informieren wir Euch darüber, dass wir “Schulen auf Bali” helfen. Doch wie sieht Schule auf Bali eigentlich aus? Wie funktioniert das Schulsystem dort? Unsere Praktikantin Maggy, die im Herbst 2018 auf der Insel war, hat sich einmal näher damit beschäftigt und berichtet aus ihrer (deutschen) Perspektive,  wie Schule dort funktioniert. Viel Spaß beim Lesen!

Kinder auf Bali können schon ab drei Jahren die sogenannte Preschool A (Vorschule/Kindergarten) besuchen, um spielerisch an das Lernen herangeführt zu werden. Dreimal pro Woche können die Kinder zusammenkommen, das ABC lernen, spielen und Spaß haben. Nicht alle Eltern halten das für nötig oder sinnvoll – der Besuch der Preschool ist optional. Zudem müssen die Eltern für die Kinder eine Uniform kaufen und 40.000 Rupiah im Monat bezahlen, dies entspricht etwas weniger als 2,50€. Etwa 1€ teurer ist die sich anschließende Preschool B. Die Preschool B ist für die vier- bis sechsjährige ausgelegt, man trifft sich sechs Mal pro Woche für zwei Stunden. Die Kinder fangen langsam an, schreiben zu lernen.

Verpflichtend ist die Schule auf Bali ab sechs Jahren. Im Alter zwischen sechs und zwölf wird die sogenannte “Elementary School“ (Grundschule) besucht. Darauf folgen jeweils drei Jahre in der “Junior Highschool“ und der “Senior Highschool“. Der Unterricht an sich kostet kein Geld, allerdings müssen Bücher, Uniformen und andere Materialien von den Familien selbst finanziert werden, was für einige Familien sehr schwer zu ermöglichen ist. Da man drei verschiedene Uniformen innerhalb der Woche braucht, geben die Eltern für alles insgesamt gut einmal 600.000 Rupiah bis 2 Millionen Rupiah aus – abhängig vom Alter der Kinder. Je älter man wird, desto mehr Bücher werden gebraucht und desto mehr Geld müssen die Eltern aufbringen.

Eine Klasse in der SDN 1 Peliatan

Die Dauer des Unterrichts ist, wie bei uns, stark vom Alter abhängig. Generell findet der Unterricht jedoch von Montag bis Samstag statt mit Ausnahme einiger Senior Highschools, die samstags keinen Unterricht haben. In der Elementary School haben die Kinder in der Regel von 8 Uhr bis 10:30 Uhr Unterricht, allerdings erscheinen sie schon gegen 7 Uhr oder 7:30 Uhr in der Schule, da sie die Aufgabe haben, sowohl die Klassenräume als auch die Toiletten zu putzen. Für uns Mitteleuropäer ist dies nahezu unvorstellbar. Nun, auf Bali ist das normal, ebenso wie gemeinsame Gebete in der Schule oder der Gang zum Tempel noch bevor der Unterricht beginnt. Auch hier ist wieder der hohe Stellenwert der Religion zu erkennen.

Ganz egal welche Schule man auf Bali besucht, Uniformen werden überall getragen! Von Montag bis Dienstag wird entweder rot, blau oder grau (je nach Alter) mit Weiß kombiniert. Mittwochs und Donnerstags trägt man in den meisten Schulen blau und/ oder Batik, Freitags und Samstag wird die sogenannte Pramuka getragen. Dies ist eine braune Uniform, in der häufig pfadfinderische Tätigkeiten erprobt oder an militärische Übungen erinnernde Märsche durchgeführt werden. Vor allem die Disziplin der Schülerinnen und Schüler soll so gestärkt werden.

Je älter die Schüler werden, desto länger wird auch der Unterricht. Anders als bei uns gibt es in der Junior Highschool aber eine dreistündige Mittagspause. Der Unterricht findet von 8 Uhr bis 12 Uhr und dann nochmal von 3 Uhr bis 5 Uhr statt. Hausaufgaben müssen anschließend noch erledigt werden.

Englisch wird auf Bali teils schon ab der ersten Klasse unterrichtet, allerdings nur in Städten. In Abhängigkeit von der Region kann der Englischunterricht auch erst in der zweiten oder dritten Klasse starten. Auf dem Dorf kommt es vor, dass Englisch erst ab der vierten Klasse unterrichtet wird, was natürlich ein Nachteil ist. Generell ähneln die Fächer denen, die auch wir hier in Deutschland kennen, abgesehen davon, dass man in Indonesisch und balinesisch unterrichtet wird und es keines Musikunterrichts bedarf. Dafür wird am Samstag Tanz unterrichtet. Ohnehin ist der Samstag generell eher spielerisch-spaßig gestaltet.

Ayu mit Schülern der SDN 1 Pejeng Kangin

Mit Eintritt in die Senior Highschool, also im Alter zwischen 15/16 und 18 Jahren, muss man sich auf einen bestimmten Bereich spezialisieren. Das kann beispielsweise Sprache, Wissenschaft, Engineering oder Technologie sein. Wählt man die Sprachspezialisierung, kann man zusätzlich noch Japanisch lernen; wählt man Wissenschaften, muss man sich vier Naturwissenschaften widmen usw.

Leider ist es den meisten Familien auf Bali finanziell nicht möglich, ihren Kindern einen höheren Abschluss als den der Senior Highschool zu ermöglichen. Die Möglichkeiten, die sich im Anschluss auftäten, wären zum einen der Besuch eins Colleges und zum anderen der Besuch der Universität, jedoch ist beides sehr teuer! Im College kann man innerhalb von 1 bis 3 Jahren ein sogenanntes “Diploma“ abschließen. Anschließend ist es noch immer möglich, die Universität zu besuchen, um einen Bachelor- bzw. Masterabschluss zu machen. An der Universität wird jedoch ein noch höheres Schulgeld als auf dem College verlangt. Inklusive Lebenshaltungskosten zahlt ein Student für ein vierjähriges Studium zwischen 60 und 70 Millionen Rupiah (dies entspricht etwa 3500-4100€) – für viele bleibt so der Besuch der Uni ein Wunschtraum… und auch wenn Mark Twain meinte, dass es wichtigeres im Leben gibt als die Schule, so steht Bildung auf der Liste der Dinge, die bedeutsam sind, um das Überleben zu sichern und darüber hinaus ein erfülltes Leben führen zu können, doch ganz weit oben und es lässt sich nur hoffen, dass der Türen zu guter Bildung zukünftig immer mehr jungen Menschen auf Bali offen stehen werden!

 

Maggy

 

Ihr möchtet Grundschulkinder unterstützen?

Oder aber einem Absolventen das Studium mit ermöglichen? 

Dann informiert Euch auf unserer Website über die vielfältigen Möglichkeiten, wie auch Du mit nachhaltig helfen kannst!

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